Sicherheit und Kundenbindung mit nonverbalen Anleitungen

Seit Ende 2011 ist das neue Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) in Kraft. Hier unterstreicht der Gesetzgeber mit Nachdruck die Unverzichtbarkeit gesetzeskonformer Produktinstruktionen. So wird beispielsweise die Montage- oder Bedienungsanleitung als integrativer Produktbestandteil definiert. Mangelhafte oder fehlende Dokumentation kann zu Abmahnungen, Reklamationen oder sogar zu einem Vertriebsstopp führen.

Zu den hier formulierten Anforderungen gehört auch, dass die Anweisungen in der jeweiligen Amtssprache und zielgruppenspezifisch erfolgen müssen. Das bedeutet in vielen Fällen hohe Übersetzungskosten, das Risiko falsch übersetzter Texte, langwierige Bearbeitung und umfangreiche sowie kostenintensive Unterlagen.

Eine Alternative bieten hier nonverbale Anleitungen, die weitestgehend auf Text verzichten und die Instruktionen grafisch aufbereitet darstellen. Einfache aber eindeutige Illustrationen erklären die einzelnen Schritte bildungsunabhängig und international verständlich. Entsprechende Arbeitsanweisungen, Warn- und Sicherheitshinweise werden mit Symbolen und Zeichen visualisiert, die allgemein verständlich sind und sich an normativen Vorgaben orientieren.

Die „DIN EN 82079-1:2013-06 Erstellen von Gebrauchsanleitungen – Gliederung, Inhalt und Darstellung“, die bisher nur als internationale Norm vorlag, ist seit Juni 2013 auch als DIN EN 82079-1 verfügbar und ersetzt damit endgültig die bisherige DIN EN 62079. Die 82079 ist eine so genannte Horizontalnorm. Sie gilt nicht nur für ein bestimmtes Produkt oder eine Branche, sondern enthält bereichsübergreifende Regeln für fast alle Industriezweige. Wir arbeiten schon seit einiger Zeit auf Grundlage der neuen IEC bzw. der DIN EN.

Hier einige wesentliche Änderungen zur bisherigen Norm:
– Die neue Norm unterstreicht die Relevanz einer normenkonformen Anleitung.
– Besonderes Augenmerk legt die neue Norm auf die Zielgruppenansprache.
– Die Durchgängigkeit in der Gestaltung und Ansprache muss konsequent und eindeutig sein.
– Der Einsatz der Sicherheits- und Warnhinweise wird deutlicher definiert und differenziert.
– Die grundsätzlichen Prinzipien werden deutlicher beschrieben.
– Die Anhänge „Planung und Erstellung …“ sowie „Empirische Methoden ….“ werden ergänzt

Basierend auf jahrelanger Erfahrung und fundiertem Fachwissen erstellen wir auch für Sie Anleitungen, die gleichermaßen Effizienz, Kundenzufriedenheit und Haftungssicherheit – insbesondere in internationalen Märkten – bieten. Sprechen Sie uns einfach an.

pdf Downloads:
Infoblatt Technische Dokumentation
Technische Dokumentation. Notwendiges Übel oder wirksames Instrument zur Markenpflege?
Beitrag von Andreas Schlottmann im Magazin zu „Campus Symposium 2012“
Das neue Produktsicherheitsgesetz.
Beitrag von Jens-Uwe Heuer in der Fachzeitschrift ’technische kommunikation’ (6/2011)